Archiv für die Kategorie ‘Hochschulpolitik Wuppertal’

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Die Wahrheit lässt sich kaum vertuschen

November 1, 2008

Vor allem Frauen und junge Menschen aus bildungsfernen Familien machen wegen der Studiengebühren einen Bogen um die Universitäten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Hochschul Informations Systems (HIS) in Hannover, die nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa im Bundesbildungsministerium unter Verschluss gehalten wird…

Abschreckende Wirkung von Studiengebühren belegt

Bis zu 18.000 Absolventen allein des Abiturjahrgangs 2006 haben laut Studie, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nach eigenen Angaben vorliegt, wegen der neuen Gebühren kein Studium aufgenommen. Dieser Zahl liegen die Befragung von 5.420 repräsentativ ausgewählten Studienberechtigten des Abschlussjahrgangs 2006 sowie die Auswertung regelmäßiger Abiturienten-Untersuchungen des HIS zugrunde.

Nach dpa-Angaben zeigt die Studie, dass die Gebührendebatte unter Abiturientinnen und Abiturienten und jungen Menschen mit Fachhochschulreife zu „erheblicher Verunsicherung“ führt – selbst in Bundesländern, die noch keine Gebühren verlangen. Kinder aus Akademikerfamilien ließen sich „deutlich seltener in ihrer Hochschulwahl beeinflussen“ als junge Menschen mit bildungsfernem Hintergrund.

Die Vorsitzende des Bundestags-Bildungsausschusses, Ulla Burchardt (SPD), forderte die unverzügliche Veröffentlichung der Studie. Sie habe schon vor Wochen eine Unterrichtung durch das Ministerium verlangt. Die Ergebnisse dürften vor dem Bildungsgipfel von Bund und Ländern „nicht vertuscht werden“, so Burchardt. Das Thema gehöre auf den Bildungsgipfel am Mittwoch in Dresden.


Seit Einführung der Studiengebühren hat die GEW immer wieder auf den bildungspolitischen Schaden hingewiesen, der dadurch angerichtet wird. Das Bezahlstudium widerspreche der Chancengleichheit beim Hochschulzugang, so die Bildungsgewerkschaft. Sie fordert alle Bundesländer, die auf Studiengebühren setzen, auf, die entsprechenden Gesetze wieder einzukassieren.


Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert in seinen „Gewerkschaftlichen Anforderungen an den Bildungsgipfel“, die Gebührenfreiheit des Hochschulstudiums durch einen bundesweiten gesetzlichen Ausschluss von Studiengebühren durchzusetzen. Der Beschluss des DGB-Bundesvorstands „Mit guter Bildung in die Zukunft“ wurde auf der Konferenz „Neue Bildung für das Land – DGB-Kompass zum Gipfel“ heute in Berlin vorgestellt.


Zwar hat das Bundesverfassungsgericht 2005 dem Bund die Zuständigkeit für ein gesetzliches Gebührenverbot abgesprochen, inzwischen hat sich die Verfassungsrechtslage in Folge der Föderalismusreform von 2006 jedoch geändert – nach Auffassung der Bildungsgewerkschaft GEW zu Gunsten einer Bundeskompetenz in Sachen Studiengebühren.


Das für Hochschulen zuständige Vorstandsmitglied der GEW, Andreas Keller, legte bereits im November 2007 in seiner Stellungnahme an den Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung dar, dass der Bund nach der Föderalismusreform eine Gesetzgebungskompetenz für die Hochschulzulassung besitze, die den Hochschulzugang einschließe (siehe Infokasten Download). Aus dieser neuen Verfassungsrechtslage ergebe sich, dass der Bund die Kompetenz für ein bundesweites gesetzliches Gebührenverbot habe.


„Bund und Länder haben bei ihrem Bildungsgipfel jetzt die Chance, mit der sozialen Öffnung der Hochschulen ernst zu machen“, erklärte Keller am Rande der DGB-Veranstaltung in Berlin. „Neben der Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte, einer strukturellen BAföG-Reform mit der Perspektive eines elternunabhängigen Studienhonorars und dem nachfragegerechten Ausbau der Hochschulen gehört hierzu die bundesweite Abschaffung aller Studiengebühren ohne Wenn und Aber“, forderte der GEW-Hochschulexperte und erinnerte an die völkerrechtliche Verpflichtung von Bund und Ländern, wieder von Studiengebühren Abstand zu nehmen.


Auch der DGB nimmt mit seinem Beschluss zum Bildungsgipfel explizit Bezug auf den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt), den die Bundesrepublik Deutschland ratifiziert hat. Im UN-Sozialpakt hat sich Deutschland völkerrechtlich verpflichtet, den „Hochschulunterricht auf jede geeignete Weise, insbesondere durch allmähliche Einführung der Unentgeltlichkeit, jedermann gleichermaßen entsprechend seinen Fähigkeiten zugänglich“ zu machen (Artikel 13 UN-Sozialpakt).


Beim für die Überwachung des UN-Sozialpakts zuständigen UN-Ausschuss in Genf ist seit 2007 eine gemeinsame Stellungnahme der Bildungsgewerkschaft GEW und der Dachverband der Studierendenvertretungen fzs anhängig, die auf eine Rüge der Bundesrepublik durch die Vereinten Nationen abzielt.

Quelle: http://www.gew.de

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StuPa-Wahl 2008 an der BUW

Juli 19, 2008

    

Die Studierenden der BUW haben sich entschieden…

    

Die Wahlergebnisse liegen vor

    

Auch im Jahre 2008 hatten die Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal die Möglichkeit, ihre VertreterInnen ins Studierendenparlament (StuPa) zu wählen. Leider nutzten gerade einmal 860 Studentinnen und Studenten diese wichtige Gelegenheit zur demokratischen Mitbestimmung.

  

Wie letztendlich die Mehrheitsverhältnisse im Studierendenparlament aussehen werden, ist derzeit noch unklar. Klar sind bislang nur die nackten Zahlen.

    

Gruppe (Stimmen/ Prozent/ Anzahl Sitze)

 

Veritas   (219/ 25,5 %/ 5 Sitze)

Juso HSG   (173/ 20,1 %/ 4 Sitze)

Das A-Team   (144/ 16,7 %/ 4 Sitze)

LiRa   (131/ 15,2 %/ 3 Sitze)

RCDS   (105/ 12,2 %/ 3 Sitze)

Multikultur   (055/ 06,4 %/ 1 Sitz)

URMT   (020/ 02,3 %/ 1 Sitz)

Die Sportler   (013/ 01,5 %/ 0 Sitze)

      

Insgesamt abgegebene gültige Stimmen: 860

  

     

Die überaus schwache Wahlbeteiligung könnte auch mit dem ungünstigen Termin der Wahl zusammenhängen, halten sich in der letzten Vorlesungswoche des Semesters doch erfahrungsgemäß sehr wenige Studierende in der Universität auf, oder sind lediglich zum Schreiben diverser Klausuren vor Ort und bewegen sich kaum auf dem Campus. Zu befürchten ist jedoch auch, dass Studierende ob der immer stärker fortschreitenden Entdemokratisierung der Hochschulen (HFG, Hochschulrat etc.) den Eindruck gewinnen, ihre Stimme zähle ohnehin nichts. Diese Einschätzung ist natürlich falsch, denn gerade jetzt zählt jede Stimme, die gegen den Ausverkauf von Bildung erhoben wird.

    

Plan B wird selbstverständlich weiterhin für seine Ziele kämpfen, ob mit oder ohne Unterstützung des kommenden AStAs.

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07/08 rückt heran!

Oktober 11, 2007

Ein neues Semester hat begonnen; die Vorlesungszeit bahnt sich an. Leider nach wie vor nicht unentgeltlich, hat doch das OVG Münster dem Sozialpakt der Vereinten Nationen seine Verbindlichkeit abgesprochen. Auch das Hochschulfreiheitsgesetz wurde in die Tat umgesetzt und hinterließ bereits verbrannte Erde in Wuppertal und anderswo. Aber auch anderswo wurde die vorlesungsfreie Zeit nicht nur zum Entspannen genutzt; deshalb hier ein kleiner Überblick:

Was tat/tut sich eigentlich…

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StuPa…komplett?

September 26, 2007

Viel war los in den ersten Monaten der Amtszeit 2007/08 des neuen Studierendenparlamentes der Uni Wuppertal: Mandatsniederlegungen, Listenaustritte, Wahlen,… Da es im Moment zum ersten Mal so aussieht, als würde das StuPa in dieser Form erst einmal verbleiben, folgt hier noch mal eine Übersicht über alle Mitglieder des amtierenden Parlamentes: Read the rest of this entry ?

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Opposition?

September 13, 2007

Die heutige Sitzung des Studierendenparlamentes konnte wegen Beschlussunfähigkeit nicht stattfinden. Besonders interessant war in diesem Fall mal wieder ein Blick auf die tatsächlich anwesenden ParlamentarierInnen. Zwei Drittel der Opposition ist nicht zum Plenum erschienen; der Grund könnte die auf der Tagesordnung stehende Aufarbeitung der Vetternwirtschaft AE-Vergabe des alten AStA sein. Read the rest of this entry ?